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Warum Strategieberatungen für die digitale Transformation unseres Bildungssystems notwendig sind

Warum Strategieberatungen für die digitale Transformation unseres Bildungssystems notwendig sind

Das Thema fehlender Digitalisierung im Bildungsbereich ist spätestens seit der Pandemie in aller Munde und es kam zu einem überfälligen Digitalisierungsschub. An unseren Schulen sieht dieser bisher folgendermaßen aus:

2018 kamen auf einen von der Schule bereitgestellten Laptop rund 68 Schüler*innen. Im Mai 2019 wird mit dem „Digital-Pakt Schule“ ein Sondervermögen „Digitale Infrastruktur“ in Höhe von 5 Milliarden Euro für die Länder gewährt. Davon sind für bewilligte und abgeschlossene Projekte bisher 47 % abgeflossen. Zusätzlich gibt es drei Zusatzvereinbarungen, die je 500 Millionen Euro betragen. Von den 500 Millionen Euro der Zusatzvereinbarung „Administration“, die für Lehr-Lern-Infrastrukturen bereitgestellt sind, wurden bis zum Ende des Jahres 2021 2,2 % genutzt.

“Laut Berechnungen von McKinsey sind allein für die Ausstattung von Lehrer*innen und Schüler*innen mit Laptops Anschaffungskosten von rund 6 Milliarden Euro verbunden.” 

Auch wenn das Thema der Digitalisierung ermüdend und immer wiederkehrend ist, muss man sich bewusst machen, wie katastrophal der Status-Quo unseres Bildungssystems aussieht. 

Wenn man sich fragt, was die Grundlagen des Problems der fehlenden Digitalisierung in diesem Bereich sind, fällt der Fokus zuerst auf die Mindestausstattung. Dazu gehören Beamer, internetfähige Computer und ein WLAN-Zugang in allen Klassen- und Fachräumen, sowie ausreichend mobile Endgeräte für Lehrer. Laut Berechnungen von McKinsey sind allein für die Ausstattung von Lehrer*innen und Schüler*innen mit Laptops Anschaffungskosten von rund 6 Milliarden Euro verbunden. Die bewilligten 500 Millionen Euro für die Anschaffung von Endgeräten für Schüler sind also nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Nachhaltigkeit ist nicht nur beim Thema Klimawandel, sondern vor allem auch bei unserer Bildung angesagt.”

Eine weitere Grundlage findet sich in der Überlastung des Lehrkörpers. So waren während der Corona-Pandemie 94 % der Lehrkräfte oft bis sehr häufig am Wochenende mit ihrer Arbeit beschäftigt. Diese starke Beanspruchung führte bei 67 % zu häufigen bis sehr häufigen Abstrichen in der Qualität des Unterrichts.

Außerdem fehlt den Ländern nach wie vor eine ausgearbeitete und nachvollziehbar sinnvolle Strategie. Nur Ziele machen noch lange keine Strategie. Diese zeichnet sich durch kurz-, mittel- und langfristige Verhaltensweisen (Maßnahmenkombinationen) zur Verwirklichung langfristiger Ziele aus. 

All die oben genannten Tatsachen sind unannehmbar und nicht zu entschuldigen. Die Auswirkungen eines kurz-, mittel- und dem aktuellen Anschein nach langfristigen Defizits von digitalaffinen Schulabgänger*innen, potenziellen Mitarbeiter*innen und Young Talents sind destruktiv für unsere Wirtschaft und Gesellschaft. Nachhaltigkeit ist nicht nur beim Thema Klimawandel, sondern vor allem auch bei unserer Bildung angesagt. Die Digitalisierung unseres Bildungssystems ist in erster Linie ein einmaliger Transformationsprozess, bei dem sehr viele Fehler in der Planung und Umsetzung gemacht werden können. Das knapp bemessene Geld sollte aufgestockt und sinnvoll genutzt werden. Zusätzlich fehlt es den Ländern an angemessener Branchenerfahrung (siehe Digitalisierung der Verwaltungsapparate). 

Eine Möglichkeit, die Lösung dieser Probleme anzugehen, wäre es, Strategieberatungen einzuschalten. Diese haben bei Unternehmen aller Art in den Bereichen Digitale Transformation und Strategie einen erheblichen Erfahrungsschatz aufbauen können und greifen hier auf Best-Practices zurück. Vor diesem Hintergrund sind Strategieberatungen die einzig logischen Ansprechpartner bei einer solchen Unternehmung. Wichtig ist hierbei eine symbiotische Zusammenarbeit mit den Ländern und ihren Kultus- bzw. Bildungsministerien unter Einbezug der Schulträger und Pilotschulen, die als Vorbilder dienen können, einzugehen. Essenziell für die optimale Umsetzung ist ein übergreifendes Konzept, welches auf die individuellen Bedarfe der jeweiligen Bildungseinrichtungen angepasst werden kann. Es ist im Sinne der Gesellschaft, diese Transformation effizient anzugehen und mögliche, offensichtlich negative Fehler zu minimieren. Diese Herausforderung kann nur durch die adäquate Unterstützung von Strategieberatungen gemeistert werden. 

 

 

Verfasser/in: Matthias Mafenbeier

 

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